ProLog WISSEN GmbH
Veranstaltungsbeschreibung:
Das DSM-5 klassifiziert den Mutismus seit 2013 unter die Angststörungen. Das hat für alle therapeutischen Disziplinen, die sich mit dem Schweigen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter beschäftigen, erhebliche inhaltliche Veränderungen zur Folge, da von nun an Ergebnisse der (medizinischen) Angstforschung noch stärker berücksichtigt werden müssen und Querverbindungen zur Depression therapeutisch zu beantworten sind. Trotz dieser Neuausrichtung und einem zunehmenden medialen Interesse gerät der Mutismus nur langsam in den Fokus von PädiaterInnen, PsychiaterInnen und TherapeutInnen, erzeugt die Kommunikationsstörung immer noch mehr Fragen als Antworten: Trauma oder Anlage? Abwarten oder intervenieren? Direktives oder nondirektives Vorgehen? Und: Welche Rolle spielt die Kernfamilie? Was verbirgt sich hinter dem »System Mutismus«? Ist eine kommunikative Öffnung ohne die Angehörigen...